CNPD verhängt 7.600 Euro Bußgeld gegen Unternehmen
Luxemburg: Das Unternehmen hatte auf seinem Firmengelände ein Videoüberwachungssystem mit insgesamt 30 Kameras angebracht. Mehrere davon waren allerdings nicht länger im Betrieb, da das System in Teilen veraltet war und in naher Zukunft modernisiert werden sollte. Nach Angaben des Bußgeldempfängers waren die Kameras installiert worden, um seine Vermögenswerte zu schützen, unberechtigten Zutritt zu unterbinden und Unfällen vorzubeugen.
Wie die luxemburgische Datenschutzbehörde jedoch feststellte, erfassten zwei der Kameras auch Teile einer öffentlichen Straße und sechs Kameras waren dauerhaft auf die Arbeitsplätze mehrerer Beschäftigter gerichtet. Die Datenschutzbehörde stellte aufseiten des Unternehmens daher eine Verletzung des Grundsatzes der Datenminimierung fest. Denn die Überwachung der Nachbarstraße war nicht für die Zwecke der Überwachung erforderlich. Ebenso stand das permanente Filmen von Beschäftigten während ihrer regulären Arbeit in einem Missverhältnis zum Überwachungszweck, sodass im vorliegenden Fall nach Auffassung der Behörde die Interessen der Beschäftigten hätten höher gewichtet werden müssen.
Darüber hinaus hatte der Bußgeldempfänger seine Informationspflicht verletzt, indem er weder seine Beschäftigten noch dritte Parteien (Kunden, Zulieferer, Dienstleister, Besucher) ordnungsgemäß über die mit der Videoüberwachung einergehende Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten informiert hatte. .
Veröffentlicht am: 02-07-2021
Quelle von dsgvo-portal.de
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